Samstag, 23. Februar 2013

Dreiviertel Mond - charmant und anders als gedacht

Die langen Wintermonate gehen auch an mir nicht spurlos vorüber und manchmal muss man sich einfach in seinen Sessel kuscheln und sich einen etwas besonderen Film ansehen.

Meine Wahl fiel heute auf den Film ,,Dreiviertel Mond''. Er existiert schon etwas länger und ich bin nur durch einen kurzen Bericht im Fernsehen darauf aufmerksam geworden. Dieser Film handelt von einem älteren Taxifahrer aus Franken dessen Leben gerade auseinanderbröckelt. Dieser trifft auf ein kleines türkisches Mädchen namens Hayat. Sie spricht zwar nur türkisch, doch bringt sie sein Leben völlig durcheinander und schenkt ihm schließlich das Leben (zu türkisch: Hayat), bzw. einen Neuanfang.

Nach den Informationen aus dem Fernsehen, dachte ich zunächst der Film würde vor allem Integration usw. behandeln. Doch falsch gedacht. Die Beziehung zwischen Deutschen und Türken läuft mehr so im Hintergrund mit. Das Herzstück des Films ist die Geschichte um den Protagonisten Hartmut, der in seiner kleinen Welt lebt, bis er schließlich merkt wie unglücklich er ist.

Ansonsten ist der Film, abgesehen von der schwierigen, teilweise sehr traurigen Geschichte, doch irgendwie einfach und beschränkt sich auf das Wesentliche. Trotz aller Traurigkeit der Geschichte, ist es kein Film der einen ,,runterzieht''. Er stimmt nachdenklich, doch wirft er mich nun nicht in eine Lebenskriese. Der Bildschirm wird schwarz und man fühlt sich nachdenklich und voller Tatendrang zugleich. Wundervoll.

Alles in allem, definitiv ein sehr schöner sehenswerter Film, der einfach nicht genug Mainstream und zu gewaltlos für die große Masse ist.

Viel Spaß beim Film!!!
Und sagt mir wie Ihr in fandet!

simas